Rückenschulen

Wir führen mehrmals im Jahr Rückenschulen, nach den neuen KddR Richtlinien durch.

Rückenschulen gibt es schon seit vielen Jahrzehnten. Es gibt jedoch immer wieder neue Erkenntnisse, so dass das Konzept der Rückenschule stets überarbeitet und weiterentwickelt wird.

Das Wichtigste bei der „Neuen Rückenschule“ ist die individuelle Anpassung der Inhalte an die Kursteilnehmer. Früher gab es ein Grundkonzept, nach dem eine Rückenschule durchgeführt wurde. Heute wird das Programm auf die Teilnehmer zugeschnitten.

Um Erfolg zu gewährleisten, sind kleine Gruppen, Eigeninitiative und die Mitarbeit der Teilnehmer wichtige Voraussetzungen.

Zu Beginn füllt jeder Teilnehmer einen Eingangsfragebogen zur Ein-/Selbsteinschätzung des gesundheitlichen Zustandes aus. Mit Hilfe des Fragebogens erhalten wir einen Eindruck über die individuelle Belastbarkeit und die sportliche Vorerfahrung. Auf der Basis dieser Informationen wird das Kursprogramm abgestimmt.

In den ersten Stunden werden u.a. verschiedene Tests durchgeführt und dokumentiert. Im Vordergrund steht hier die Ermittlung der Fähigkeiten der motorischen Grundeigenschaften, wie zum Beispiel Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination.

Jeder Teilnehmer führt sein Rückenschulheft und notiert seine Werte. So kann jeder Einzelne seine körperliche Fitness stets überprüfen und Verbesserungen festhalten. Aber auch Übungen und Erkenntnisse sollen die Teilnehmer schriftlich fixieren, um so für zu Hause einen Trainingsplan zu haben. Durch das Selbstmanagement wird die Motivation enorm gefördert.

Die Methode der „Neuen Rückenschule“ animiert die Teilnehmer zu regelmäßiger körperlicher Aktivität, dem Abbau von psychischen Überlastungen und einer veränderten Einstellung zu Rückenschmerzen. Prinzipielle Grundlagen der Rückenschule bleiben erhalten. Hierzu zählen verschiedene Tätigkeiten aus dem Alltag, wie das Heben, Bücken oder Tragen von Gegenständen. Es werden aber auch Alternativen, wie Ziehen und Schieben sowie der richtige Umgang mit Hilfsmitteln vorgestellt. Zusätzlich rücken Stress- und Schmerzmanagement, Entspannung und Bewegung mehr ins Zentrum der Rückenschule.

Der Rücken soll bei Beschwerden nicht geschont, sondern sanft weiter bewegt werden. Ein vielfältiges, dynamisches Bewegungsverhalten steht im Vordergrund. Die gymnastischen Übungen werden nicht nur unter Aufsicht durchgeführt, sondern die Teilnehmer werden in die Lage versetzt, die erlernten Übungen selbstständig im Beruf und in der Freizeit auszuführen.

Der gelegentliche Rückenschmerz wird nicht dramatisiert, sondern als ein Warnsignal des Körpers wahrgenommen, auf das jeder hören sollte. Man lernt durch den ständigen Wechsel von Be- und Entlastung mit dem Rückenschmerz angemessen umzugehen.

Die neue Rückenschule will die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem bewegten Lebensstil führen. Für die Durchführung der „Neuen Rückenschule“ sind entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen für Therapeuten und Rückenschullehrer Voraussetzung. Dies verspricht eine hohe Qualität der Kurse.

Das Rückenschullehrer-Zertifikat berechtigt dann zur Durchführung von anerkannten Rückenschulen, die von den Krankenkassen mit 80% (oder 75,- € bis 95,- € je nach Kasse) bezuschusst werden.

Die Kursgebühr ist bei der Anmeldung zu entrichten. Am Ende des Kurses erhalten alle Teilnehmer eine Kursbestätigung, mit der sie bei ihrer Krankenkasse den Zuschuss beantragen können.