Manuelle Lymphdrainage und KPE

Ziel der manuellen Lymphdrainage ist es, durch sanften Druck den Abfluss der Lymphe zu steigern. Die im Gewebe gestaute Flüssigkeit, wird durch die spezielle Massage über das Lymphsystem in den Blutkreislauf gebracht. Die Entstauung der Ödeme wird so gefördert.

Die Lymphdrainage steigert den Abfluss der Lymphe um das 8-fache. Die Gefäßwände ziehen sich rhythmisch zusammen und transportieren die Flüssigkeit langsam weiter. Egal ob der Lymphstau an Kopf, Arm oder Bein besteht, die Therapie beginnt immer am Hals. Durch die leichte Massage wird eine Sogwirkung erzielt, um den Abfluss zu verbessern. In der Nähe des Schlüsselbeins liegt die Verbindung des Lymphsystems zum Blutkreislauf. Im Anschluss werden die Lymphknoten frei gemacht, damit die Flüssigkeit aus dem Gewebe nachlaufen kann, und es nicht zu neuen Stauungen kommt. Durch die Bauchbehandlung wird ein Druckunterschied erzeugt, der diesen Sog unterstützt und verstärkt. Etagenweise wird der Bereich zwischen Knie und Leiste bis hin zu den Füßen bearbeitet.

Die manuelle Lymphdrainage erfolgt immer Richtung Herz. Durch den Druck von außen werden die Wände der Lymphgefäße gedehnt, somit nimmt die aktive Pumpbewegung zu. Ein gutes Zeichen ist es, wenn man nach der Lymphdrainage auf die Toilette gehen kann. Die Flüssigkeit aus den Beinen / Armen hat somit den Weg ins Blutgefäßsystem gefunden und wird nun als Urin ausgeschieden.